Merkel plant angeblich Möglichkeit des Euro-Austritts

Angeblich hat die Bundeskanzlerin eine interne CDU-Kommission beauftragt, Wege zu entwickeln, wie ein Staat aus dem Euro austreten kann.

Udpate: Nach ca. 12 Schreckstunden (die DMN fragten am Mittwoch Abend bei Regierungssprecher Steffen Seibert nach, was an den Gerüchten dran sei) twitterte Seibert am Donnerstag: “Meldungen, DE verfolge Pläne für verkleinerte Eurozone sind falsch. Bundesregierung will im Gegenteil Eurozone als Ganzes stabilisieren.” – was immer das genau heißen mag…

Nach dem Reuters-Bericht über eine mögliche Aufspaltung der Eurozone (Details hier) tauchen nun Spekulationen auf, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel bereits konkret an einer Austritts-Strategie arbeiten läßt. Der Nachrichtendienst Bloomberg zitiert eine Vorabmeldung des Handelsblatts (online leider nicht vorhanden), dem zufolge die Kanzlerin eine Kommission beauftragt haben soll, Wege für einen Euro-Austritt für Euro-Unwillige zu entwickeln. So sollen Euro-Mitglieder, die nicht willens oder nicht fähig sind, im Euro-Raum zu verbleiben, ohne deswegen ihre EU-Mitgliedschaft zu verlieren.

Die EU-Verträge sehen einen Euro-Austritt nicht vor. Unklar ist, ob die Kommission vor allem für andere wie Griechenland oder Italien denkt – oder ob es sich hier um die heimliche Vorbereitung zur Wiedereinführung der D-Mark handelt.

Schon vor einiger Zeit hatte die ehemalige Bush-Beraterin Pippa Malmgren mit der Aussage aufhorchen lassen, dass seit einiger Zeit in der englischen Gelddruckerei De La Rue bereits wieder D-Mark-Scheine gedruckt werden (mehr hier). Sie hält die EU für nicht überlebensfähig, weil die EU-Staaten ihren wichtigsten nationalen Aufgaben nicht mehr nachkommen können (Interview hier).

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